Freitag, 9. Juni 2017

Wie schnell die Zeit vergeht...

Da habe ich das Blogschreiben einfach vergessen. Es kommt mir einerseits vor wie gestern, dass ich in das Flugzeug nach Südafrika gestiegen bin. Andererseits fühle ich mich als wäre ich schon seit einer Ewigkeit hier, weil Kliptown mittlerweile mein zuhause geworden ist. Kein Wunder, dass ich mich richtig gefreut habe wieder zurückzukommen, nachdem ich in letzter Zeit viel unterwegs war.

Eiskalt aber richtig schön
Zuerst hat mich mein Freund besucht. Es war wirklich toll sich nach 8 Monaten endlich wiederzusehen. Für meine südafrikanischen Kollegen war es ziemlich unverständlich, dass unsere Beziehung noch besteht, denn für sie läuft eine Fernbeziehung nach dem Motto „aus den Augen aus den Sinn“.  Zuerst waren wir ein paar Tage in Kliptown und da Ostern war haben wir auch beim Easter- Tournament, einem großen Fußball Turnier, zuegeguckt. Das KYP-Team ist ins Finale gekommen. Obwohl das Team durch viele Fans, die bei jedem Tor begeistert aufs Spielfeld gerannt sind, kräftig unterstützt wurde, hat es leider nur für den zweiten Platz gerreicht. Dann haben mein Freund und ich ein Auto gemietet und sind ein bisschen in den Urlaub gefahren. Wo wir überall waren seht ihr bei den Bildern.

Golden Gate National Park




Leider ging diese Zeit viel zu schnell um… aber viel Zeit zum traurig sein hatte ich eigentlich gar nicht, weil ich mich dann schon mit meiner besten Freundin in Kapstadt getroffen habe. Von da aus sind wir an der Küste entlang wieder nach Soweto gereist und haben dabei viele Eindrücke vom wunderschönen Südafrika sammeln können. Am meisten sind mir wieder die großen Unterschiede zwischen arm und reich aufgefallen: Wenn man zum Beispiel die Garden Route entlang fährt sieht man ein Luxus Hotel nach dem anderen und die Straßen sind so wie man es aus Deutschland kennt. Im krassen Gegensatz dazu steht die Wild Coast in Eastern Cape, wo die Menschen in traditionellen Runden Häusern leben oft ohne Strom und Wasser und man manchmal mit Tempo 10 fahren muss, weil es entweder zu viele Schlaglöcher gibt oder einfach mal eine Kuhherde vor einem herläuft. Außerdem habe ich viele Leute getroffen die viel Geld bezahlt haben, um einen Monat in einem Kinderheim oder so zu arbeiten. Das nennt sich dann „Volontourism“.  Dazu habe ich einen Artikel gefunden, der so ziemlich meine Meinung zu diesem Thema wiederspiegelt, also wenn es euch interessiert, dann lest es euch mal durch https://matadornetwork.com/life/dear-volunteers-africa-please-dont-come-help-youve-asked-four-questions/.
Auf dem Tafelberg



Kanufahren in Wilderness
Am Kap der Guten Hoffnung
Am Schiffswrack in Cape Agulhas
Der Tsitsikamma National Park
Auf Safari (zu) nah an den Tieren

ganz alleine am Strand in Plettenberg Bay
Kühe auf der Straße
Hole in the Wall in Coffee Bay
Schnee am Sani Pass in Lesotho

 Pünktlich zum 10-jährigen Jubiläum vom KYP waren wir dann wieder da. Das Fest mit 500 Leuten war am Samstag. Freitag waren alle gechillt wie immer- einen genauen Ablaufplan oder eine genaue Arbeitsteilung wer braucht das schon? Südafrikaner auf jeden Fall nicht, denn jeder hat einfach angepackt wo es gerade nötig war und siehe da, alles ist reibungslos verlaufen. Also fast,  die Bühne war zwar noch nicht fertig aufgebaut als die Reden angefangen haben, aber es stört hier auch keinen wenn im Hintergrund noch schnell Banner und Deko aufgebaut werden. Es war toll die Reden der ehemaligen KYP- Mitgliedern zu hören, die mittlerweile gute Jobs haben und regelmäßig ans KYP spenden, um noch mehr Kindern diese Zukunft zu ermöglichen. Interessant war auch als Thulani und Thando von den Anfängen vom KYP berichtet haben. Es ist einfach unglaublich was in den letzten 10 Jahren passiert ist, von 80 Kindern zu 500 und alles durch ein Team, was sich voll und ganz dem Projekt widmet. Außerdem wurde bekannt gegeben, dass das Grundstück auf dem das KYP steht jetzt uns, also dem KYP gehört. Davor war es im Besitz von katholischen Nonnen, die es dann vor 10 Jahren den KYP- Gründern überlassen haben und es in diesem Jahr nun offiziell verkauft haben. Am darauffolgenden Samstag gab es dann nochmal eine Party, aber dieses Mal nur für die Kinder. Es gab Musik, zwei Hüpfburgen und ich habe mit Musa und Marlit meiner Freundin aus Deutschland die Kinder geschminkt.


"Spiderman" oder "Butterfly"





Übrigens ist bei mir grade Winter, also während ihr den Sommer genießt, ist bei mir morgens alles mit einer hauchdünnen Eisschicht überzogen. Zum Glück scheint hier trotzdem immer die Sonne.


Donnerstag, 6. April 2017

Lobola und Zwischenseminar

Ihr fragt euch jetzt bestimmt was „Lobola“ ist, also Lobola ist in der Zulu Kultur so etwas wie Mitgift. Also wenn ein Mann eine Frau heiraten möchte, dann nimmt er quasi der Familie der Braut eine Arbeitskraft weg und um diesen Schaden wieder gut zu machen wird die Familie bezahlt. Der Preis richtet sich dabei nach dem „Wert“ der Frau also wenn sie studiert hat steigt der Preis und wenn sie zum Beispiel schon ein Kind hat sinkt er. Ich hab mir sagen lassen, dass es sogar mal eine App gab mit der Frauen ihren „Wert“ berechnen konnten. Traditionell wird Lobola nicht mit Geld bezahlt, sondern mit Kühen. Das passiert meistens in den ländlichen Gegenden. Bestimmt wundert ihr euch warum ich das alles erzähle. Ein Freund von mir hat nämlich vor 3 Wochen Lobola bezahlt und dann letztes Wochenende seine Freundin geheiratet. In der traditionellen Zeremonie, die 2 Tage dauert werden die Urahnen beider Familien um Einverständnis gebeten. Zuerst geht also die Familie des Bräutigams zu der Familie der Braut und am nächsten Tag ist es andersherum. Beide Familien sichern sich zu einander zu unterstützen und zu kümmern. Außerdem wurde viel gesungen und getanzt und alles in der Farbenfrohen traditionellen Kleidung in die ich dann auch kurzerhand gesteckt wurde.





Für das Zwischenseminar ist Kimon, der Länderleiter von Südafrika zu Jasper und mir nach Kliptown gekommen. Die ersten 4 Tage haben wir über das vergangene halbe Jahr reflektiert und uns überlegt was wir in der verbleibenden Zeit noch erreichen wollen. Außerdem haben wir mit den Incomern also den Südafrikanern, die ab August ihren Freiwilligendienst in Deutschland machen werden, angefangen Spenden zu sammeln, um die Visa- Kosten und die Kosten für das Goethe-Zertifikat (ein Sprachzertifikat) zu decken. Trotz Startschwierigkeiten war das Sammeln in der Vilakazi Street, einer der Touristenstraßen in Soweto, doch ganz erfolgreich.


Unsere superliebe Gastfamilie 
Dann hat der zweite Teil vom Seminar angefangen: Der Roadtrip um neue Partnerorganisationen für World Horizon anzugucken. Angefangen haben wir in den Drakensbergen, wo wir einfach wandern waren. Dann sind wir weiter nach Isithumba ins ländliche Kwa-Zulu Natal. Dort haben wir 2 Nächte bei einer sehr herzlichen Gastfamilie verbracht und uns das ICDM angeguckt. Das ICDM ist ähnlich wie das KYP auch ein Nachmittagsprogram. Die Mitarbeiter haben uns die Umgebung gezeigt und zum Abschied noch ein Braai veranstaltet. Die Häuser in Isithumba sind ähnlich wie in Kliptown auch Wasser und Strom sind begrenzt, dennoch haben die Leute
damit kein Problem, denn für sie ist das normal                                                                                  



Nach einem kurzen Zwischenstopp im nach wie vor unschönen Durban ging es dann weiter nach Free State in das Regina Pacis Center von Nonnen der Assisi Mission. Nachdem wir 40 Minuten im Dunkeln eine Schotterpiste entlanggefahren sind haben wir unser Ziel endlich erreicht. In Free State gibt es einfach nichts außer weite Felder und ein paar Berge. Dann ging es weiter nach Roma in Lesotho (ein kleines Land in Südafrika). Wir haben im „Trading Post“ übernachtet, einer Lodge die schon seit 4 Generationen im Besitz der Familie Thorn ist. Zusammen mit uns kam auch eine Gruppe Amerikaner, die schon seit einiger Zeit Projekte in Lesotho unterstützt. Diese Leute waren alle sehr nett und interessant und seeehr von sich überzeugt. Nachdem wir ein Waisenhaus in Mafeteng besucht haben, ging es dann auch schon wieder zurück nach Hause. 
Der Ausblick vom Hostel in den Drakensbergen
Golden Gate Highland National Park


Nächstes mal gibt es auch noch mehr Bilder !!

Dienstag, 21. Februar 2017

Schuluniformen, Tanzen und Kakerlaken

Kaum zu glauben, dass ich schon 6 Monate hier bin, das heißt die Hälfte meiner Zeit ist schon rum (leider!).

Mittlerweile hat das neue Schuljahr wieder angefangen und so langsam kehrt im KYP wieder der Alltag ein. Für die KYP Mitglieder ging das neue Schuljahr gleich mit einem Highlight los – der Schuluniformausgabe. Jedes Kind bekommt zum neuen Schuljahr eine neue Schuluniform. Bei dieser Gelegenheit kommen auch die Eltern und Geschwister, da jedes Kind mit Namen aufgerufen, wenn es seine Uniform abholt. Außerdem haben die jeweiligen Jahrgangsbesten eine Urkunde und einen neuen Schulrucksack bekommen. Der gesamte Tag war kontrolliertes Chaos: Auf der „Bühne“ lief alles schön nach Plan und jedes Kind hat nach Jahrgang sortiert seine Uniform bekommen, aber als es dann ums anprobieren ging, war es ein Riesengewusel. Im Endeffekt sind aber alle glücklich nach Hause gegangen.

So viele Schuhe
Schuluniformausgabe

Da das Tutoring erst eine Woche nach Schulbeginn richtig losging, habe ich davor mitgeholfen bei der Registrierung der Mitglieder. Zusammen mit Keke und noch zwei weiteren Tutoren haben wir die Anmeldeformulare in eine Excel Tabelle eingetragen. Außerdem haben Jasper und ich die Bewerbungen für unsere Deutschschüler, die am Süd- Nord Programm von „weltwärts“ (also Freiwilligenarbeit in Deutschland) teilnehmen möchten endlich fertig gemacht und abgeschickt.

Büroarbeit

Das Team





Letzten Freitag hat jede Tanzgruppe vorgeführt was sie im Moment so macht. Meine Gruppe war als letztes dran. Ich war etwas aufgeregt, weil die ganzen kleinen Mädchen, die vor mir dran waren 100 Mal besser tanzen können. Die Stimmung war richtig super. Nach unserem Auftritt bekam ich viele Komplimente nach dem Motto, dass ich für eine weiße Person sogar gut bin. Obwohl ich natürlich weiß, dass ich nicht gegen die Südafrikanerinnen ankommen kann, macht mir das Tanzen super viel Spaß. Wenn ihr einen Eindruck von dem Tanzen hier bekommen wollt klickt hier

Am Samstag konnten die Schwimmkinder zeigen, was sie in den letzten Wochen so gelernt haben. Bei dem „Swim-a-thon“, der von einer Schule in der Stadt organisiert wurde, mussten die Kinder 10 Minuten schwimmen. Das hätte vor einiger Zeit noch in einer absoluten Katastrophe geendet, aber jetzt haben es alle Kinder geschafft! Die Medaille und die Urkunde haben sich die Kinder also richtig verdient.


30 Grad machen es nicht gerade besser...
Sonst gibt es eigentlich nicht so viel Neues… Unser Weg zur Arbeit ist leider schon seit Dezember halb Unterwasser aufgrund eines Rohrbruchs, der nicht repariert wird. Und außerdem ziemlich zugewuchert. Das heißt ich muss entweder einen Umweg machen oder einfach Nase zu und durch.
Eine weitere nicht so schöne Angelegenheit ist das Kakerlakenproblem in der Wohnung ...Aber jetzt nicht denken, dass bei mir ein Schweinestall herscht die meisten Bewohner aus unserem Wohnungskomplex haben damit ein Problem. Da Jasper und ich leider den Kammerjäger von der Hausverwaltung verpasst haben, haben wir unsere eigene Reinigungsaktion gestartet die (Gott sei Dank) erfolgreich war.








Zum Schluss noch eine Bitte an euch: Ich habe meine Spendenziel leider noch nicht erreicht also wenn ihr oder jemand, den ihr kennt, mich und das KYP unterstützen wollt, würde ich mich sehr freuen! Selbst ein kleiner Betrag würde viel weiterhelfen!

                             World-Horizon · Deutsche Bank
                             IBAN: DE09300700100123503500 ·
                             BIC: DEUTDEDDXXX
                             Verwendungszweck: KYP, Luca Anneken Freels



                                      Vielen Dank!!!

Mittwoch, 11. Januar 2017

Weihnachten am Strand

So ich hoffe ihr hattet schöne Weihnachten und einen guten Rutsch!!! Ihr fragt euch bestimmt wie ich meine Feiertage so verbracht habe. Also erstmal nochmal zurück zu den „Geldproblemen“ durch die „verlorenen“ Karten: Es hat sich herausgestellt, dass jemand von dem wir dachten er sei unser Freund uns ziemlich hintergangen hat - er hat nämlich die Karten geklaut und noch anderen Mist gebaut. Da war die Stimmung so kurz vor Weihnachten erstmal ziemlich am Boden. Eigentlich war der Plan, dass wir Weihnachten in Mosambik verbringen, wir hatten auch schon eine Unterkunft gebucht und bezahlt. Das Problem war, dass wir noch nichts organisiert hatten wie wir dort hinkommen… und durch den ganzen Mist mit den Karten waren wir dann am überlegen, ob wir überhaupt noch fahren sollen und wenn ja wie. Ganz kurzfristig haben wir uns dann entschlossen uns durch sowas nicht unser Weihnachten kaputt machen zu lassen und haben am 21. Dezember einen Flug nach Mosambik gebucht. Am 22. sind wir dann mit Thando nach Johannesburg um uns das Visum zu besorgen. Blöd nur, dass die Botschaft geschlossen hatte…Naja im Internet stand, dass man das Visum zur Not auch am Flughafen bekommen kann. Stattdessen sind wir dann mit Thando noch entspannt frühstücken gegangen.
Das vertrauenerweckende Flugzeug

 Am 23. gings dann endlich los: Senzeni einer unserer Deutschschüler hat uns auf der ersten Etappe, dem Weg zum Flughafen, begleitet, da wir Minibustaxi gefahren sind und die „Endstation“ Parkstation als ziemlich unsicher gilt. Von da aus sind Jasper und ich dann weiter mit dem „Gautrain“ zum Flughafen gefahren. Als wir dann in das „Flugzeug“ also die kleine Propeller Maschine eingestiegen sind, bin ich etwas nervös geworden und dann hat Jasper mir noch erzählt, dass die Airline, mit der wir geflogen sind wegen mangelnder Sicherheit keine europäischen Flughäfen anfliegen darf…Zum Glück sind wir sicher gelandet. Dann gings zur 2. Etappe: Das Visum. Zum Glück war das alles gar kein Problem, die Zollbeamten haben uns die Formulare zum Ausfüllen gegeben und wollten dann, dass wir bezahlen… Schlau wie wir sind hatten wir natürlich nicht genug Bargeld dabei. Also haben wir unsere Pässe bei den Zollbeamten gelassen und haben uns mit einem Taxi auf die Suche nach einem ATM gemacht. Der erste ATM hat dann irgendwie nicht funktioniert also auf zum nächsten wo es dann geklappt hat.
Der Flughafen








Nachdem wir dann endlich unser Visum hatten ging es weiter nach Tofo, dem kleinen Ort, wo unsere Unterkunft war. Es war einfach traumhaft: Die Lobby war direkt am Strand und der Strand war wunderschön und überhaupt nicht voll und überall waren Palmen. Am 24. Haben wir dann erstmal den Strand erkundet und ein schönes Plätzchen gefunden, wo wir dann den Tag verbracht haben. Abends waren wir noch schön Essen. Dann habe ich noch mit meiner Familie geskypt.  Mein Weihnachten war also sehr entspannend, aber genau das hab ich auch gebraucht nach dem ganzen Stress der letzten Tage. 
Da kommen trotz 30° Weihnachtsgefühle
Unser Zimmer


Der Ausblick von der Lobby 

Etwas Weihnachsdeko muss sein!

Kurz gesagt es war ein absoluter Traumurlaub, obwohl es einen Tag geregnet hat und wir bei der Ocean Safari überhaupt nichts gesehen haben… Wenn wir Glück gehabt hätten, hätten wir einen Walhai sehen können. Da man Walhaie nur an 3 Orten auf der Welt sehen kann, bin ich am Überlegen vielleicht im Laufe dieses Jahres nochmal mein Glück zu versuchen…Ein Highlight war die Inseltour zu „Pigs Island“: Mit einem Segelboot sind wir mit 4 Einheimischen und 2 weiteren Touristinnen losgefahren. Zuerst haben wir einen Zwischenstopp zum Schnorcheln gemacht. Das war richtig cool: Ich habe riesige Seesterne, zwei Muränen und viele Fische gesehen. Dann haben wir bei „Pigs Island“ angelegt und die Insel erkundet. Ich fand es besonders krass, dass eine Insel mit 800 Einwohnern in Mosambik eine kleine Schule und ein kleines Krankenhaus hat, aber Kliptown mit über 45000 Einwohnern weder das eine noch das andere.... Eigentlich war der Plan in einem sehr auf Touristen ausgelegtem Restaurant traditionelles mosambikanisches Essen zu essen. Da das Restaurant aber voll war hat uns unser Guide kurzerhand mit zu seiner Mama genommen die dann für uns Matapa gekocht hat. Ich glaube so leckeres Matapa hätten wir in keinem Restaurant bekommen. Also Matapa besteht aus Blättern der Tapioka Pflanze, deren Wurzel und Kokosmilch. 


Die andere Seite vom Strand



Das Boot
verdrehte Größenverhältnisse
Unser Guide Elias



Pigs Island



Wieder am Festland















Mit diesem Ausblick lässts sich leben 
Der Tag hatte nur einen Nachteil ich habe mich für meine Verhältnisse ziemlich verbrannt was die 8 Stunden Busfahrt am nächsten Morgen nicht unbedingt angenehmer gemacht hat. In Maputo, der Hauptstadt von Mosambik angekommen sind wir erstmal gefühlt 3 Stunden rumgeirrt um einen Shoprite zu finden, wo wir unsere Bustickets für den nächsten Tag abholen wollten. Endlich angekommen wurde uns dann erklärt, dass die Ticktes hier nicht ausgestellt werden. Zum Glück durften wir in dem Laden telefonieren und es hat sich rausgestellt,  dass wir die Ticktets nicht unbedingt brauchen solange wir die Bestellnummer haben…also war der Weg umsonst, aber so haben wir wenigstens was von der Stadt gesehen. Am nächsten Morgen haben wir es trotz verschlafen pünktlich zum Bus geschafft und sind zurück gefahren.


Silvester war ich bei Musa dort gab es eine kleine Party mit Freunden es wurde gegrillt und draußen zusammengesessen. Um 12 haben sich dann alle „Compliments“ gewünscht und das Feuerwerk ging los. Da Musa etwas höhergelegen wohnt hatte ich einen superblick über das ganze Feuerwerk. Außerdem ist es bei ihr in der Straße so Tradition, dass ein Autoreifen angezündet wird und die Straße auf und ab gezogen wird. (Fotos von Silvester kommen noch!)
Besuch von Carlos

Diese Woche geht dann der Alltag und die Arbeit im KYP wieder los. Allerdings steht auch viel an wie die Deutschschüler auf ihren Frewiwilligendienst in Deutschland vorzubereiten und die Organisation Hundertprozent, die von dem ersten Freiwilligen Timo gegründet wurde, bei ihrem Patenschaftsprogram zu unterstützen.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Dezember in Südafrika



Die letzten Wochen waren irgendwie relativ hektisch, deshalb bin ich noch nicht dazu gekommen einen neuen Blogeintrag zu schreiben, aber das wird jetzt geändert! Ich fang einfach mal an mit dem Freitag vor 3 Wochen, da habe ich nämlich meine Kreditkarte und die Karte, mit der ich Bargeld abheben kann, verloren...Ist zwar doof, aber noch kein Weltuntergang. Ich konnte das Wochenende noch genießen. Ich war mit Musa und Lebo auf einer Colorparty in Kliptown, das war ziemlich cool, weil ich viele Leute aus dem KYP getroffen habe. Danach waren wir noch mit Michael und Jasper in einem "Club" in Kliptown. Um zu "Yvonne's Place" zu kommen mussten wir erstmal durch eine Art Loch in einer Wellblechwand durch. Es war zwar etwas rustikal, hat aber Spaß gemacht.
Tanzparty im KYP

Dann hatten wir Besuch von einem Mädchen, die 4 Monate in Mosambik in einem Projekt gearbeitet hat und vor ihrem Rückflug eine Bleibe in der Nähe gesucht hat. Madlen ist eine Freundin von einer Freundin von mir aus Oldenburg. Madlen war super nett und es war interessant zu hören, was sie so erlebt hat. Außerdem haben, wir mit ihr und Michael eine Touristenführung durch Kliptown und Soweto gemacht das war auch ziemlich cool, da ich obwohl ich ja schon 4 Monate hier bin nochmal ganz andere Ecken gesehen hab. Kliptown besteht nämlich einerseits aus Wellblechhütten aber auch aus alten Steinhäusern, die ganz früher mal Bauernhäuser waren.



Mitte der nächsten Woche hat Jasper dann leider auch noch seine Karte verloren...Also kommen wir im Moment beide nicht an unser Geld..Zum Glück hat uns Thulani ausgeholfen es ist aber trotzdem ein doofes Gefühl nicht an sein eigenes Geld zu kommen. Im KYP ist im Moment fast gar nichts los, da Ferien sind und die meisten Kinder bei ihren Familien auf dem Land sind. Am Freitag war dann die KYP- Christmas Party in "Fun Valley" eine Art Park mit Pools. Da die meisten Kinder nicht schwimmen können und panische Angst vor Wasser, das tiefer geht als der Bauchnabel, war das mehr Planschen als Schwimmen, aber es war auch echt süß wenn die Kinder dann bei mir auf den Arm gekommen sind und wollten, dass ich ihnen schwimmen beibringe. In der darauf folgenden Woche gab es dann ein Ferienprogram für die Kinder, also habe ich mit 5. und 6. Klässlern etwas mit dem Online- Lernprogramm "MyCyberwall" gemacht und einen Computerkurs für 10.-12. Klässler
gegeben.
Der Computerkurs
Fußball gucken ist ja eigentlich langweilig aber nicht mit dem Hintergrund



Ein bisschen Weihnachtsdeko
                                                                                                             



Wenn mal wieder Stromausfall ist





































Am Donnerstag sind wir dann mit dem ganzen KYP Staff nach Durban gefahren, was für mich so war wie ich mir die Abi-Fahrten in Deutschland vorstelle. Wir waren viel Feiern und außerdem waren wir in einem Wasserfreizeitpark U shaka Marine und am Strand was für mich als Deutsche allerdings eine ziemliche Enttäuschung war... Da die meisten Leute hier nicht schwimmen können, durfte man nur an 2 circa 100m  breiten Stellen an dem sonst 3km langen Strand ins Wasser. Diese Stellen waren dann komplett überfüllt und man durfte auch nur bis zu den Schultern ins Wasser. Wenn man es gewagt hat tiefer oder irgendwo anders auch nur mit den Füßen ins Wasser zu gehen wurde man sofort von den Lifeguards zurückgepfiffen. Außerdem hatten meine Kollegen eine etwas andere Vorstellung von "an den Strand gehen": Für mich ist an den Strand gehen mein Handtuch ausbreiten, den Sonnenschirm aufstellen und dann den ganzen Tag abwechselnd Schwimmen, lesen, sonnen und einfach entspannen. Für meine Kollegen ist an den Strand gehen 1000 Fotos mit dem Selfie- Stick machen und dann einmal die Füße ins Wasser halten und wieder zurück...Ich hab mir sagen lassen, dass bei vielen die Angst vor dem Meer daher kommt, dass die Menschen hier glauben, dass das Meer so mächtig ist, dass es einen verschluckt wenn man in seinem Leben schlechtes getan hat. Trotzdem hat es Spaß gemacht, die Arbeitskollegen auch mal von einer anderen Seite kennenzulernen.
Der Ausblick auf dem Weg nach Durban
Der Ausblick vom Hotel




















Moses Mabhida Stadion
U shaka Marine





Seit Sonntag sind wir wieder in Kliptown und versuchen an unser Geld ranzukommen und alles irgendwie so zu regeln, dass wir Freitag nach Mosambik aufbrechen können.